Der Schuster und seine Schuhe

Sport, ja, ein Thema das mich schon sehr lange begleitet. Genauer seit vielen Jahren.

Nein, diesen Blog fange nicht nicht mit „es war einmal an“, keine Sorge.

Also, vor wirklich vielen Jahren habe ich ab und zu einmal gejoggt, um es wieder zu lassen, es war mir zu anstrengend. Irgendwann dann meinte mein Arzt ich sollte mit dem Sport beginnen, ich müsste Stress reduzieren. Na gut, habe ich ihm gesagt, aber ich jogge niemals, das brauchen sie gar nicht glauben. Ich fahre mit dem Rad!

Punkt!

Und er? Naja, dann müssen Sie aber schon eine Weile fahren und vor allem mit Hügeln und so. Ja, ist gut, wenn es nicht anders geht, meinte ich zu ihm.

Das ist nun schon eine Weile her. Mittlerweile stellt Sport einen wesentlichen Bestandteil in meinem Leben dar. Man stellte im Laufe meiner jüngeren Lebensjahre fest, dass ich an einer schweren rheumatischen Erkrankung leide, die unbedingt eine gewissen Anteil an Sport und Bewegung erfordert.

Ich recherchierte, wie ich es eben immer mache und las…und kam zu dem Ergebnis, dass ich Ausdauer, Kraft- und Entspannungstraining machen müsste, um später eine gute Lebensqualität zu haben.

Ich begann also mit Joggen, also doch. Dieses leidige vor sich hinlaufen, dachte ich. Ich kaufte mir Bücher und begann mit einem einfachen Einsteigertraining. Laufen – gehen – laufen – gehen

Erstaunlich, das klappte. Mit der Zeit lief ich entspannt 40 bis 60 Minuten 3mal die Woche und fand es schön. Manchmal, wenn der Alltag hektisch war, musste ich mich aufraffen, und ich würde lügen, wenn ich sagen würde, es war dann toll. Ich war einfach noch nicht zu relaxed. Es kam leichtes Krafttraining an den joggingfreien Tagen hinzu, das mir half Stoffwechselschlacken aus den Muskeln und Sehnen zu befördern und ja, es war gut. Es war einfach nur ein anspruchsvolles Fitnesstraining, immer gut, den Alltag kräftemäßig sehr gut zu bewältigen.

So kann ich durchaus, als gestandene Heimwerkerin einen Sack Zement ins Auto tragen. Seltsamerweise glauben manche weniger sportliche Menschen, man mutiere, Dank Krafttraining zum Arnie für Arme. Nein, Leute, das ist ein Irrtum, liegt aber durchaus an der Art was und wie man trainiert.

Und letztlich kam noch Yoga hinzu, mein absoluter Lieblingssport. Es sind die Stunden in denen ich bei mir selbst ankomme.

Irendwann machte ich eine Trainerlizenz, trainierte junge Athleten und bekam eine Ahnung von dem was Sport kann und wozu es gut ist. Wie man Sport in den Alltag integriert und wie man sich selbst und natürlich auch anderen einen Trainingsplan erstellt.

Und da bin ich bei der Überschrift dieses Blogs: man sagt ja, der Schuster habe die schlechtesten Schuhe. So bin ich erst vor kurzem darauf gekommen mir meinen eigenen schriftlichen Trainingsplan, ebenso wie den für meine Athleten, zu erstellen. So kann ich besser planen oder umsdisponieren, wenn einmal ein Termin dazwischen kommt.

Das klingt alles sehr sportorientiert, aber es ist ein wesentlicher Bestandteil meines Alltags geworden, es hat mir eine erhebliche Lebensqualität gegeben und auch eine deutliche Verbesserung meines Fitnesszustandes im Vergleich zu vielen Gleichaltrigen, trotz der Erkrankung.  Ja, das gefällt mir dann doch, wenn ich so zurückdenke und das ist auch der Grund warum ich weiterhin regelmäßig sportlich bin und viel dafür tun werde, es auch weiter zu sein.

Am Dehnen muss ich noch arbeiten, das ist auch so eine „Schusterkrankheit“

Aber ich gelobe Besserung!

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4 Gedanken zu „Der Schuster und seine Schuhe

  1. Wenn es dir nicht zu persönlich ist, würde ich gerne nach deiner rheumatischen Erkrankung fragen. Ich habe auch eine, und Sport ist zu einem wichtigen Bestandteil in meinem Leben geworden. Allerdings bin ich mir nicht immer so sicher, ob ich mir damit nicht mehr schade als nütze.

    Gefällt 2 Personen

      1. Ich habe chronische Polyarthritis. Und wenn ich auf dem Laufband bin, sind das Gelenkerschütterungen. Wenn ich Gewichte hebe, belastet das meine Fingergelenke. Nur zwei der vielen Beispiele.

        Gefällt 1 Person

  2. Das verstehe ich. Dennoch ist Bewegung in meinen Augen und mit meiner Erfahrung wirklich sehr wichtig um sich eine gute Lebensqualität im Alter zu erhalten. Wie wäre ein Umstieg auf schonendere Sportarten, zb. Schwimmen, Krafttraining mit Eigengewicht oder Theraband? Liebe Grüße

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